Schöneiche wechselte Charakter und Gestalt. Bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1375 durch das Landbuch Kaisers Karl IV. waren Schoneyke und Schonebeke (das spätere Kleinschönebeck) selbständig nebeneinander bestehende Dörfer mit 48 und 45 Hufen.
Während Schonebeke gutsbesitzerfrei blieb, begann 1529 Schoneyke (Schöneiche) Rittergut zu sein. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten hier die Herrschergeschlechter; im Jahr 1690 von Hans Adam von Krummensee an General Christian Dietrich von Röbel; 1716 weiter an Herrn von Hacke aus Rangsdorf; 1730 wiederum an Severin Schindler (dem Gründer des gleichnamigen Waisenhauses und Erbauer der heute noch vorhandenen barocken Schloßkirche).
1746 nun veräußerte es seine Witwe an den Bankangestellten Seegebarth, dessen Erben das Gut an Frau Oertzen und diese im Jahr 1761 dem Banquier Friedrich Wilhelm Schütze. Letzterer erbaute das Schloß (welches 1949 abgerissen wurde) und verschönerte das Gut durch parkartige Anlagen und Anpflanzungen von Alleen. Bedeutung gewann auch die durch ihn gegründete Wachsbleiche und Wachszieherei, deren Produkte in ganz Europa begehrt waren und die bis zum Ende des 19.Jahrhunderts existierte.