Geschichte

1375 - 1746 Schöneiche wechselte Charakter und Gestalt. Bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1375 durch das Landbuch Kaisers Karl IV. waren Schoneyke und Schonebeke (das spätere Kleinschönebeck) selbständig nebeneinander bestehende Dörfer mit 48 und 45 Hufen.Während Schonebeke gutsbesitzerfrei blieb, begann 1529 Schoneyke (Schöneiche) Rittergut zu sein. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten hier die Herrschergeschlechter; im Jahr 1690 von Hans Adam von Krummensee an General Christian Dietrich von Röbel; 1716 weiter an Herrn von Hacke aus Rangsdorf; 1730 wiederum an Severin Schindler (dem Gründer des gleichnamigen Waisenhauses und Erbauer der heute noch vorhandenen barocken Schloßkirche).1746 nun veräußerte es seine Witwe an den Bankangestellten Seegebarth, dessen Erben das Gut an Frau Oertzen und diese im Jahr 1761 dem Banquier Friedrich Wilhelm Schütze. Letzterer erbaute das Schloß (welches 1949 abgerissen wurde) und verschönerte das Gut durch parkartige Anlagen und Anpflanzungen von Alleen. Bedeutung gewann auch die durch ihn gegründete Wachsbleiche und Wachszieherei, deren Produkte in ganz Europa begehrt waren und die bis zum Ende des 19.Jahrhunderts existierte.

19. Jahrundert bis Gegenwart Gegen Ende des 19.Jahrhunderts begannen sich unter dem Eindruck der nahen wachsenden Kaiserstadt und Metropole, Schöneiche und Klein Schönebeck zur Vorortvillensiedlung und Waldgartenstadt von Berlin zu entwickeln. Die eigentliche Verbindung mit Berlin und später dem nahen Industrieort Rüdersdorf kam aber erst ab 1910 mit dem Entstehen der Schöneicher Straßenbahn zustande. Seit ihrem Bestehen und dem Ausbau der Berliner Stadtbahn durch Siemens, ab den 80er Jahren des 19.Jahrhunderts, konnten Einwohner unseres Ortes in Berlin Arbeit finden. Hierdurch veränderte sich der Charakter der bis dahin dörflichen und damit landwirtschaftlich genutzten Gegend wesentlich. Das 1892 entstandene Fichtenau wurde zum Wohnsitz in Berlin tätiger Beamter. Auch der Fremdenverkehr entwickelte sich besonders in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts hier gut, begünstigt durch viele Gaststätten und Pensionen. Fichtenau war in dieser Zeit Luftkurort und auch wegen der kulturellen Aktivitäten seiner Vereine von Gästen gern besucht. Auch heute sollte Schöneiche einerseits durch seine grüne Umgebung wohnenswert bleiben, andererseits sollte sanfter Tourismus ausgebaut werden und das Vereinsleben zu neuer Blüte erstarken. Auf Grund ihres ökologischen Engagements war die Gemeinde 1997 einer der Preisträger im Projekt "TAT-Orte. Gemeinden im ökologischen Wettbewerb" der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Urbanistik.

"Stolpersteine" zur Erinnerung an die jüdischen Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Schöneiche bei Berlin  Die Gemeinde Schöneiche bei Berlin ist der Überzeugung, dass eine zukunftsorientierte, harmonische und nachhaltige Gestaltung der Ortsentwicklung durch eine aktive Auseinan­dersetzung mit der Geschichte unserer Gemeinde gefördert werden kann. mehr

Kontakt: Regina Flikschuh   Tel: 030 / 643304230   E-Mail: ortschronistin@schoeneiche-bei-berlin.de